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Die Verwandlung / Webfund

„Suche Lebensgefährtin mit gemeinsamen, ernsthaften Interesse an orthopädischen Apparaten. Langfristige Partnerschaft auf intellektuellem Niveau ausdrücklich gewünscht. Antwort E-Mail …..“
Die Annonce erschien mittlerweile seit etwas über einem Jahr mit teils großen Abständen wiederkehrend in den großen Wochenzeitungen. Die Resonanz erwartungsgemäß minimal und ernüchternd. Die eingehenden Mails von Freaks und Spinnern waren meist schnell sortiert oder nach kurzem Re-mail erkannt. Eigentlich eher ein Versuchsballon ohne Aussicht auf Erfolg da Partnerinnen mit wirklichem Interesse in diesem speziellen Bereich erfahrungsgemäß seltener als Diamanten sind. Eines Abends nach einem nervigen Nachmittag im Büro beim Abklappern der E-Mail Accounts doch wieder einmal eine kuze Mail im Kasten. Neben dem dröhnenden Fernseher und dem Gekreische in der Nachbarschaft fast schon die Mail per Klick in den Papierkorb geschickt. Aber dann:
…… ‚ klingt vielversprechend und hat mich eigentlich schon immer Fasziniert. Bisher aber keine wirkliche Chance gehabt. Würde ernsthaft gerne mehr Erfahren.’ Susan
Kurz, verdammt kurz … aber immerhin ohne nerviges Fetisch und BDSM Gelaber. Nach leidlichen mehrjähriger Erfahrung in der Szene und mit real Chat-Dates hatte ich ein etwas hinterhältiges Konzept entwickelt diese ‚Interessentinnen’ auf ihre Ernsthaftigkeit zu testen. Allerdings war bisher noch nie jemand auf dieses Arrangement eingegangen.
Also schnell die vorbereitete Re-Mail geladen und rausgeschickt. Eine Antwort müsste gemäß Anweisung spätestens in 24 h eingehen. Mal abwarten, wieder einen Tag Spannung.
Die sorgfältig ausgefeilte Antwort enthält neben einigen pers. Angaben, um nicht unfair Einseitig zu bleiben zum Schluss den Vorschlag zu einem Treffen zum Abendessen in einem ausgewähltem Restaurant in der Umgebung. Tags davor jedoch ist ein fest vereinbarter Arzttermin wahrzunehmen und die Behandlung durchführen zu lassen. Außer den Terminangaben und der Arztadresse keine Angaben. Ein nicht unerhebliches Risiko! Kein Wunder also das bislang niemals eine weitere Antwort auf dieses Schreiben erfolgte. Natürlich war das Vorgehen dem Arzt, einem befreundeten Kieferorthopäden bekannt. Ein kleiner Anruf meinerseits setzte Ihn in Kenntnis dass möglicherweise ein spezieller Termin anstände. Das listige Arrangement beinhaltete das Einsetzten einer festen Zahnspange mit den üblichen anzementierten Metallbrackets in Ober- und Unterkiefer in seiner Praxis. Das reale Treffen war für den Folgeabend in einem ausgewählten Restaurant geplant in welchem der reservierte Tisch gut von außen einsehbar war ebenso die Zufahrts- und Zugangswege. Sicherlich ein etwas schief lastiges Arrangement, aber nach zahlreichen menschlichen Enttäuschungen erschien es als geeignetes Mittel um genau diese zu vermeiden.
Vergleichsweise erwartungsgemäß gering dann die Enttäuschung als 24 h später wieder einmal keine Antwortmail eingegangen war. Die folgenden Wochen plätscherten dann auch ohne Highlights dahin, Langeweile machte sich wieder einmal bemerkbar und zu guter Letzt verabschiedete sich eine alte Freundin ins Ausland mit der wir immer viel Spaß gehabt hatten, da sie gerne mit Cervicalorthesen ins Restaurant ging. Schade eigentlich. Außer den monatlichen Annoncenkosten war die letzte Mail eigentlich schon vergessen, als eines Tages zwischen dem üblichen Spam des Mail-Accounts eine Antwort von Susan war. Eigentlich viel zu spät, aber Sie entschuldigte sich mit überraschenden, unaufschiebbaren Terminen, aber erklärte sich zu den Bedingungen unseres kleinen Arrangements einverstanden! Peng, so einfach überraschend.
Ich war total geplättet. Das sich ernsthaft jemand einverstanden erklärte hätte ich so nie erwartet. Wegen der seltsamen Verzögerung zitterte der Finger kurz über der Maus, klickte dann aber doch die Re-Mail mit dem OK. Bei genauerer Betrachtung hätte mir eigentlich ein Verdacht kommen sollen, doch die Neugier und Aufregung war plötzlich zu groß. Ich informierte Stefan kurz telefonisch dass er eine reale Kundin zu erwarten hätte und wir machten uns an das Set-up für das Treffen. Man kann es Kontrollzwang nennen aber ich habe die Situation gerne im Griff und auch meistens in Grenzsituationen ein As im Ärmel, daher wurde ca. eine Woche vor dem geplanten Termin eine Webcam nebst Wireless-Accesspoint mit Blick auf das Restaurant und nähere Umgebung installiert. Eine Überwachungssoftware zeichnete schon mal laufend das dortige Geschehen auf. Am Freitag war es dann soweit, am späten Nachmittag sollte die Patientin in Stefans Praxis erscheinen, was auch passierte. Er machte seinen Job und spielte offenbar erfolgreich den sonst Ahnungslosen. Wir trafen uns am Abend kurz beim Italiener an der Ecke auf ein Flasche Brunello di Montalcino. Er berichtete über eine dunkelblonde (Perücke??) auffallend hübsche allerdings sehr wortkarge Frau die ihm vergleichsweise jung vorkam und sich seltsam steif, ja fast ungelenk bewegte. Bei sonst gutem Zahnstatus konnte sie nebenbei eine Regulierung gut gebrauchen und hatte wohl in der Vergangenheit schon eine Spange getragen, diesmal also sogar kostenfrei. Auf dem Anmeldebogen war jedoch ein falscher Name und Adresse angegeben, warum? Etwas beschwingt machten wir uns auf dem Heimweg. Bei der Durchsicht der Kameraaufzeichnung entdeckte ich zunächst nichts Besonderes. Bei genauerem Hinsehen konnte man bei einsetzender Dunkelheit unscharf eine Person erkennen welche im Halbschatten um das Restaurant herumschlich. Aha, hier wurde also schon vorab Spionage betrieben. Zugegeben fast zu erwarten bei unserem einseitig unfairen Setting. Für den nächsten Abend noch mal den Laptop geladen und das Wireless Interface geprüft, geniale Armani Garderobe aus dem Schrank gewählt und mit Stefan um ca. Richtung Restaurant abgefahren. Treffpunkt sollte um sein, also genug Zeit um die Lage genau zu prüfen. Dort angekommen einsetzender Regen, verdammt! Eigenartigerweise war der reservierte Tisch trotz reduzierter Sichtverhältnisse erkennbar schon von einer einzelnen Person, offensichtlich einer Frau, weit vor der geplanten Zeit belegt. Fragende Gesichter im Auto, was nun? Erst mal Abwarten ob sich bis zum Termin noch was tut. Dann Fehlanzeige keiner kommt, keiner geht. Also reingehen oder was? Idee von Stefan er könne mal die Lage aus der Nähe peilen da er ja der einzige ist der sie identifizieren könne. Also Stefan raus aus der Karre im Regen rübergespurtet bei jetzt mieser Sicht nicht mehr zu sehen. Nebenbei mal den Laptop angeworfen und auf die Kamera geloggt. Etwas bessere Sicht wegen hoher Lichtempfindlichkeit, Handy klingelt, wo ist das Teil. Beim rumkramen Laptop in den Fußraum abgerutscht. Verdammt, Stefan am Apparat: ‚Das ist nicht die Tante die in meiner Praxis war aber ich geh’ rein und frag sie mal’ — zapp aufgelegt bevor ich noch was sagen kann. Ich brülle noch ‚neiiiiiin’, denke: die trickst uns genau so aus wie wir sie. Laptop aus dem Fußraum gefischt, Stromversorgung abgerissen geht aber noch auf Akku. Etwas Gelangweilt die Überwachungsaufzeichnung durchgeschaut bis zur gleichen Uhrzeit, gähn. Doch da unten am Bildrand, steht da nicht eine Person? Nächstes Bild 30 sec. später telefoniert und wendet sich um und geht. Wohin? Offenbar runter zur Hauptstraße. Handy klingelt, Stefan sagt eine unbekannte hätte ein komplettes Menü springen lassen wenn sie sich an diesen Tisch setzt. Also nur eine Strohfrau. Verdammt. Diesmal lege ich kommentarlos auf, starte den Motor und fahre bei fast null Sicht langsam die Straße runter. Kein Mensch weit und breit, vermutlich ist sie längst weg. Vertane Situation, ausweglos. Runter auf die Hauptstraße bei wenig Verkehr mühsam eingefädelt um umzukehren. Handy klingelt, schon wieder suchen, vor mit Stopp and Go, biege in die weniger befahrene Seitenstraße zurück zur Kneipe, Handy fliegt in den Beifahrerfußraum, prima. Handyfischen im Fußraum, plötzlich ‚razonk, wusch’ riesige Wasserfontäne vorne rechts ein Schlag. Vollbremsung. Scheiße …. fluche ich, vorne rechts auf den Randstein zur Bushaltestelle geraten, Mülleimer abgefahren und durch eine Megapfütze die komplette Bushaltestelle geflutet. Zum Glück scheint da keiner gewartet zu haben. Warnblinker an. Ausgestiegen, regnet immer noch, armer Armani Anzug, kein Schirm dabei. Glück gehabt nur ein Plastikmülleimer, nicht mal eine Lampe kaputt. Handy klingelt immer noch. Endlich unter dem Beifahrersitz hervorgeangelt. Stefan: ‚Hey die Tante hier ist ganz OK, ich bleib noch da, jetzt wo eh nix geht, in Ordnung? Fahre dann mit ner Taxe heim’ ‚Ja, Ja, mach mal’ entgegne ich genervt und knalle die Handyklappe zu. Zum monotonen Strömen des Regens kommt nur das Klick-Klack der Warnblinker. Frust, Frust, Frust. Ein leises Stöhnen im Gebüsch neben mir. Schreck lass nach, doch jemanden umgenietet? Während ich noch elektrisiert dastehe geht das Stöhnen in ein leises Fluchen über, ein gutes Zeichen? ‚Ähhh, Hallo ist da wer’ rufe ich mehr stammelnd nach vorne. ‚Na, klar’ kommt es aus dem Unterholz. ‚Elende Schlafmütze! Wegen Ihnen musste ich rückwärts in die Hecke springen und komplett durchgeweicht bin ich auch noch. ‚Aber passiert ist hoffentlich nichts oder habe ich Sie getroffen’ fragte ich vorsichtig ins Grüne. ‚Nein, Nein nur den Kopf habe ich mir selbst gerade gestoßen, aber Sie könnten mir mal raushelfen, ich hänge hier irgendwie in den Sträuchern fest’. ‚Ähhh, klar, logisch sofort, ich komme antwortete ich unbeholfen. Eigentlich noch vergleichsweise freundlich mein Opfer dafür das ich sie beinahe überfahren hätte. Mein Punktekonto in Flensburg und die letzte Geschwindigkeitsübertretung schossen mir gleichzeitig durch den Kopf. Was wenn die Polizei hier auf den Plan tritt? Strafe wegen Körperverletzung etc., kein klarer Gedanke möglich. ‚Verflixt man sieht hier fast gar nichts. Wo stecken Sie denn?’ rief ich nun schon selbstbewusster Die Bushaltestellenbeleuchtung hatte das Zeitliche gesegnet. Lediglich vom anderen Straßenrand leuchtete matt eine zugesprayte H&M Werbung. ‚Hier vorne, ich klemme irgendwo’ piepste es schon fast nur noch. Den Anzug außer acht lassend wühlte ich mich suchend durchs Unterholz vorwärts. ‚Aua, Sie stehen auf meinem Fuß’ kam es plötzlich von unterhalb. ‚Eh, sorry, war nicht so beabsichtigt’ stotterte ich heiser. Vor mir auf dem Boden lag eine zierliche, dunkel gekleidete Gestalt auf dem Bauch, mit der Rückseite der Jacke im nebenstehenden Feuerdorn verwickelt. ‚Moment, ihre Jacke hat sich in das Stachelgebüsch eingewickelt, im Dunkeln bekommen wir sie da nicht heile raus. Am besten sie versuchen aus der Jacke rauszuschlüpfen’ sagte ich ihr jetzt schon ziemlich nahe. ‚Ja, Ja OK, die ist eh total durchgeweicht, helfen sie mir mal hoch’. Ich greife nach vorne und bekomme sie nicht richtig zu fassen. Raaaatsch …. zerlegt sich ihre Jacke. ‚Damned, die war nicht billig und meine Lieblingsjacke’ kommentiert sie das Geräusch. Ich bekomme sie an der Taille zu fassen um sie auf die Füße zu stellen.
Schreck … steinhart fühlt sich dieses Mädchen an, fast schmeiße ich sie wieder in die Hecke. Nach einer Gedenksekunde hebe ich sie, aber da sie höchstens 1,60 m groß ist und sehr leicht, locker aus dem Stachelgebüsch auf den Weg nach vorne.
‚Puuh, Danke trotzdem erstmal’ sagt sie noch von mir abgewandt und zupft an den nassen Klamotten. ‚Meinen Sie wir brauchen Polizei oder Notarzt?’ frage ich noch zaghaft. ‚Quatsch’ entgegnet sie selbstbewusst‚ auch wenn sie fast getroffen haben’ bückt sich seltsam steif nach vorne und wirft die zerfetzte Mülltonne ins Gestrüpp. Mit einem Ruck dreht sie sich um und meint ‚ach übrigens, ich heiße Susan’. Ein vorsichtiges, glitzerndes Metalllächeln strahlt mich im trüben Licht der Straßenwerbung an.
Halb hatte ich es geahnt, dennoch gefror ich zu einem Eisblock. Eine Sekunde, gefolgt von einem Hustenanfall. Ich hoffe nachträglich sie konnte im Dunkeln mein dummes Gesicht nicht sehen. ‚Öhhh, ja tausendmal Entschuldigung, passiert mir sonst nicht, aber es war gerade was runtergefallen’ eine saudümmere Ausrede fiel mir nicht ein, aber ich hatte kurzfristig einen Platten auf der Großhirnrinde. Es war saukalt und immer noch goss es aus Eimern. ‚Wenn sie möchten fahre ich sie nach Hause, in den nassen Klamotten am Bus stehen ist eher nicht das wahre. Die Kosten für Ihre Kleidung übernehme ich selbstverständlich’ bot ich Ihr mit erwachendem Selbstvertrauen an. Die Situation jetzt aufzuklären erschien mir doch irgendwie unpassend. ‚Normalerweise steige ich nicht bei Fremden einfach ins Auto, aber das sie gerade einen 1000 € Anzug für mich geopfert haben muss ich es wohl wagen. Außerdem ist es wirklich verdammt kalt und nass’ sprach’s , schwang sich auf den Beifahrersitz und knallte die Tür zu. ‚Vorausgesetzt die Karre fährt noch wo soll ich sie denn absetzten’ fragte ich beiläufig und startete den Motor um wenigsten ein bisschen Wärme zu bekommen. Verlegen entgegnete sie ‚Tja, das ist ein wenig ein Problem, da ich eigentlich nicht in dieser Stadt wohne’. ‚Kein Problem, als schuldiger Verkehrsrowdy fahre ich sie auch in die Vororte, vorausgesetzt sie vertrauen meiner Fahrweise’ bot ich jovial an. ‚Ehhm, eigentlich wollte ich den Nachtzug nach Stuttgart noch erwischen’ meinte sie. ‚Wie, in diesem Zustand’ platzte ich heraus. Auf der Fußmatte und dem Ledersitz hatten sich bereits kleine Pfützen gebildet. Die Tachobeleuchtung strahlte schwach ihr Profil an, die fest zu einem Pferdeschwanz zusammengebundenen blonden Haare glänzen Nass vom Regen. Sie sah unfassbar gut aus. Vollkommen symmetrisches Gesicht ohne Makel noch etwas blass vor Schreck. Tolle Lippen, eher kleine Stupsnase und sehr, sehr große Augen vielleicht ein bisschen weit auseinander stehend, optisch schätzte ich sie auf höchstens 22 Jahre. Ihre Kleidung etwas seltsam, alles glatt schwarz, Wanderschuhe und schwarze Handschuhe? ‚Na ja, da sie der Verantwortliche an meiner Lage sind wäre ein alternativ Vorschlag angebracht.’ riss sie mich aus meinen Betrachtungen. ‚OK, OK ich weiß nicht was sie Nachts im Einbrecheroutfit weitab von zu Hause hier im Outback so treiben aber neben meinem Telefon kann ich ihnen nur meine Wohnung zum Umziehen, duschen oder aufwärmen anbieten. Vielleicht kann ja eine Bekannte etwas Ersatzklamotte entbehren. Wenn wir uns beeilen können sie ihren Nachtzug noch erwischen’. Verlegen runzelte sie die Stirn und wollte gerade etwas erwidern als von hinten ein bekanntes blaues Blinken durch die Heckscheibe leuchtete. Ich hatte die Warnblinke vergessen und das Auto stand immer noch schräg auf der Bushaltestelle. Meine Nachbarin wollte in Ihrem Sitz versinken was aber nicht wirklich gelang. Tock, Tock klopfte es an die Seitenscheibe. Ich betätigte den Fensterheber. ‚Guten Abend’ drang es von draußen gut gelaunt herein. ‚Was haben wir für ein Problem?’ ‚Och’, meinte ich, ‚Ich habe Zufällig eine Freundin im Regen an der Bushaltestelle entdeckt und da der Bus am Samstag Abend nur selten fährt habe ich spontan gehalten und Ihr angeboten sie mitzunehmen.’. ‚Dann machen sie bitte Ihr Warnlicht aus und fahren weiter. Getrunken haben sie nichts das kann man riechen’ meinte der Grüne. ‚Geht klar’ entgegnete ich schloss das Fenster und wollte anfahren. Ein Ruck, Motor aus ? ! Handbremse vergessen. Langsam fuhr ich aus der Bushaltestelle Richtung heimwärts. Meine Beifahrerin verhielt sich mucksmäuschen Still, komisch dachte ich dabei. Schweigend fuhren wir eine Weile dahin, der Wagen hatte offenbar keinen ernsthaften Schaden genommen. ‚In Ordnung, wenn ich mich bei Ihnen bei Ihnen richten kann nehme ich das Angebot erst mal an’ flüsterte sie leise. ‚Gut, ich will gar nicht wissen was sie hier vor hatten, Hauptsache sie sind nicht bewaffnet’ grinste ich ‚rüber. ‚Das wäre auch etwas schwer zu erklären’ meinte sie schon wieder etwas lockerer ‚aber mit Garantie nichts i*****les’. Wir erreichten die Tiefgarage. Auf dem Weg zum Lift hielt sie mich am Arm zurü ‚Was wird ihre Frau oder Freundin sagen, wenn sie wildfremde Frauen mit nach Hause bringen’ bohrte sie. Ich versicherte das keine eifersüchtigen Gefahren in der Wohnung lauerten und wir betraten den Lift. Auf der Fahrt nach oben schmunzelte sie ein herrliches Metall-Lächeln. Die Zahnspange war ihr offenbar keineswegs peinlich. ‚Neuester Armani Anzug, Maserati 4200GT, wohin wird der Lift uns führen?’ meinte sie mit hochgezogener Augenbraue. Erstaunt über diese Sachkenntnis hielt ich zunächst den Mund und bewunderte ihr Aussehen im unwirklichen Neonlicht des Aufzugs was mich langsam heftig ‚Oberstes Stockwerk, Penthouse’ entgegnete ich locker. Die Aufzugtüren fuhren sanft zischen zurück, der Infrarotdetektor dimmte langsam die Beleuchtung hoch. Ein leises Einatmen neben mir. ‚250 Quadratmeter zu ihrer freien Verfügung Madame’ bot ich lächelnd an. Etwas unweiblich kleine Lachen hinterlassen bewegte sie sich langsam vorwärts. Ein spontanes Lachen ‚man hätte sich auch ungünstiger überfahren lassen können denke ich’ und sofort ‚Wo finde ich das Badezimmer, Monsieur?’ ‚Links um die Ecke die große weiße Tür am Gangende’ konnte ich ihr den Weg weisen, worauf sie eine Wasserspur hinter sich herziehend verschwand. Etwas dumm stand ich allein in der Gegend herum. Dann entschloss ich mich den Kamin anzuzünden und marschierte dann ins Umkleidezimmer um mich der zerrissenen Kleidung zu entledigen. Erst mal nur kurz abgetrocknet griff ich ein paar bequeme Hosen und Poloshirt aus dem Schrank und überlegte kurz. Ich ging rüber zur Badtür und klopfte behutsam. ‚Ja sie könne reinkommen’ erstaunt betrat ich mein Badezimmer. Sie hatte es in der kurzen Zeit nicht nur geschafft die riesige Badewanne zu füllen sondern auch einen Berg aus Schaum zu produzieren aus welchem nur ihr Kopf mit jetzt offenem Haar lugte. ‚Als Gentleman werden sie mir nicht zu nahe treten’ vermutet sie natürlich vollkommen korrekt. ‚Ich wollte nur kurz das Bekleidungsproblem mit Ihnen besprechen’ begann ich mit größer werdenden Augen. ‚Wir können versuchen ihre Sachen in den Trockner werfen und vielleicht habe ich noch ein paar Sachen von einer Freundin die jetzt im Ausland lebt’ bot ich an. ‚Ja, probieren wir mal erst den Trockner, wer weis ob die anderen Sachen passen’ meinte sie gutgelaunt und tauchte unter. Suchend schaute ich nach ihren Klamotten und entdeckte den Stapel neben dem Waschtisch. Ich wollte den Stapel hochnehmen, wunderte mich noch über die Größe als ‚klonk’ ein schneeweisses Boston-Brace auf die Marmorplatten rumpelte, genau als Susan auftauchte rollte es Richtung Badewanne. Es war nur ein einfaches Modulmodell ohne Anbauteile wie der Kennerblick schnell erkannte, jedoch mit auffallend schmaler Taille. Hier hatte ein Profi Nachgearbeitet. Kurzes Schweigen auf meinen fragenden Blick errötete sie etwas soweit das bei dem heißen Bad überhaupt erkennbar war und murmelte etwas von ‚Rückenprobleme, Motoradunfall’. So, so das konnte spannend werden. Damit musste sie nachher ihr Korsett wieder anziehen um glaubwürdig zu bleiben. Ich grinste in mich hinein und verließ kommentarlos das Bad. In der Waschküche inspizierte ich neugierig ihre Kleidung. Mhhh, Größe 36 das könnte knifflig werden. Erstmal versenkte ich die schmutzigen Sachen in der Waschmaschine was etwa 90 % war. Außer der Unterwäsche war eigentlich nichts sauber geblieben. Ich wunderte mich noch über den schwarzen Spitzen-BH von LaPerla 70 C, auch gut 200€ dachte ich bei mir. Ich bewegte mich wieder zu der jetzt verschlossenen Badtüre und rief ‚Handtücher hinten unten rechts’. ‚Schon gefunden’ murmelte es durch die Tür zurück. Ich setzte ihr halb schreiend das Klamottenproblem auseinander und begab mich auf die Suche in meinen Kleiderschrank. Nach einigem Stöbern konnte ich noch eine ältere Stretchjeans und ein paar Sweatshirts von Maureen finden die auch so eine kleine 36er Person gewesen war. Ich bog gerade um die Ecke als ich einen weißen Blitz in meinem Bademantel ins Bad rennen sah. ‚Wumm’ war die Tür wieder zu. Fragend legte ich die Klamotten vor die Tür und sah mich dann in der Küche um. Auf der Mahgonibar lag leise tutend das schnurlose Telefon. Ich betätigte die Wahlwiederholung, aber alles gelöscht. Beachtliches Geschick bei einem unbekannten Telefon und der kurzen Zeit. Aus dem Klimaschrank nahm ich eine Flasche Taittinger sowie eine Flasche von meinem geliebten Brunello. Mal sehen, Champagner oder Rotweintyp überlegte ich, nahm aber vier Gläser mit zum Kamin. Musikauswahl ? Schwierig, kann alles verderben und legte einen leisen G****lli auf. Türklappen. Nackte Füße patschten auf Steinplatten. ‚Bringen sie mit worauf sie Durst haben’ rief ich Richtung Küche. Leises Murmeln. ‚Eigentlich habe ich eher Hunger, aber egal’ sie kam um die Ecke, immer noch in meinem Bademantel darunter die alt Jeans. Beide Hände hinter dem Rücken. ‚Und was habe ich dabei, raten!’ fragte sie fordernd und breit grinsend. Wow, was für ein Anblick. Extrem gutaussehende Frau, wenig bekleidet mit meinem Bademantel Traumausstattung: Zahnspange und vermutlich Korsett drunter. Ich konnte es kaum glauben und auch der kleine Freund beulte die Hose bereits mächtig. ‚Und?’ riss sie mich aus den Gedanken. ‚Rotweintyp’ schätze ich eher unsicher. ‚Genau’ und damit warf sie die Flasche durch die Luft. Ein Hechtsprung rettete das edle Nass. ‚Champagner macht mich nämlich zu schnell willenlos, deswegen lassen wir das heute lieber’ meinte sie lächelnd und hopste einfach auf das Sofa neben dem Kaminfeuer. Sie verzog kurz das Gesicht und eine wirklich bequeme Lage fand sie nicht. Aha, doch das Korsett dachte ich mir. Während ich vorsichtig den Wein entkorkte und eingoss fragte ich beiläufig ob die Klamotte nicht passen würde oder warum sie noch den Bademantel bräuchte. ‚Kalt’ kam die Antwort einsilbig aus dem Haufen auf dem Sofa. Ich schob ihr ein gut gefülltes Glas herüber was sie sich langsam angelte. ‚Zum Wohl und trotzdem Danke’ und sah mir dabei genau in die Augen. Diesem Blick konnte ich nur Mühsam standhalten es gelang jedoch gerade so. Wir nippten ein wenig an unseren Gläsern und ich eröffnete ihr das Ihre Klamotten nicht so rasch trocken werden würden. Sie könne jedoch die behalten da ihre Vorbesitzerin sie sicher nicht mehr holen würde. Sie stand langsam auf und wanderte mit dem Glas in der Hand im Wohnraum umher, am Schreibtisch hielt sie kurz inne. ‚Facharzt für Orthopädie und zahlreiche andere Urkunden, wusste gar nicht das man zu heutigen Zeiten so gut davon leben kann’ bemerkte sie spöttisch und ließ den Bademantel zu Boden fallen. Fast bekam ich wieder eine Hustenattacke. Jetzt war schon klar warum sie den Bademantel darüber gelassen hatte. Das Boston zeichnete sich unter der hautengen Klamotte so gut ab, sie hätte auch nichts darüber anhaben können. Fasziniert beobachtete ich sie wie sie langsam zum Sofa zurückkehrte. ‚Das gehört bei Ihnen ja sozusagen zum Alltag meine sie und klopfte auf ihren plasikverstärkten Bauch’. Jetzt den Stier bei den Hörnern packen? ‚Aber sicher, nicht jeden Tag, außerdem arbeite ich nicht mehr in diesem Beruf.’ ‚Schade’ meinte sie mit merklichem Bedauern in der Stimme ‚war sicher ein interessanter Job, oder?’ ‚Ja , früher schon aber nicht mehr arbeiten zu müssen hat auch seine Vorzüge’ gab ich zu. ‚Übrigens werden Boston-Korsetts eigentlich nicht in der Unfallnachsorge verwendet’ stichelte ich vorsichtig. ‚Wollen sie drüber reden?’ ‚Später vielleicht’ entgegnete sie kurz und wechselte sofort das Thema. Volltreffer dachte ich mir in mich hinein grinsend. Wir unterhielten uns anschließend angeregt über alles Mögliche. Dabei erfuhr ich das sie gerade das Staatsexamen zur Physiotherapeutin abgelegt hatte (aha, daher die Mail Verzögerung) und jetzt noch ohne Anstellung war. Im lockeren Gespräch entdeckten wir erstaunlich viele Gemeinsamkeiten wie Skifahren, Urlaub in Italien, Rotweintrinken usw. Die zweite Flasche Wein leerte sich bedenklich und ich merkte selbst einen gewissen Dampf im Kopf. Höchste Zeit was zum Knabbern zu besorgen. Ich plünderte meine Vorräte an Chips, Flips usw. die wir gierig vertilgten. Sie wirkte schon etwas müde als ich bemerkte, dass der Nachtzug gerade abfuhr. Ein Schulterzucken war die Antwort, da fiel mir das Telefon vom Küchentisch wieder ein was noch in meiner Jackentasche steckte. Ich zog es hervor und hielt es fragend in die Höhe. ‚Habe nur Zuhause bescheid gesagt wo ich heute Nacht stecke’ gähnte sie verschmitzt. Seltsame Art sich einzuladen dachte ich, aber nicht unsympatisch.
Ich bot ihr das Gästebett, alternativ die Couch an. Sie hauchte mir einen Kuss auf die Wange und meinte ‚Komischer Doktor mit einer Milwaukee Miniatur als Briefbeschwerer auf dem Schreibtisch’ drehte sich um und war auf der Couch eingeschlafen. Verflucht noch mal daran, hatte ich nicht gedacht. Langsam ging ich zum Gästezimmer um eine Decke zu holen und dachte über ihre letzten Kommentar nach. Ich breitete die Decke vorsichtig über ihr aus und strich mit den Händen über ihre knallharte, superenge Taille. Mit der Neige Wein im Glas setzte ich mich auf meine Sofaseite. Das Feuer hatte sich zur wabernden Glut reduziert auch Herr G****lli schwieg jetzt beharrlich. Ich ließ die Ereignisse der Nacht noch mal Revue passieren. Intelligent oder nicht, sie konnte nicht wissen das ich das Date gewesen wäre, außerdem hatte sie eine Unbekannte vorgeschickt. Warum? Um Sicherheit zu Gewinnen? Im Alkoholnebel würde ich das Geheimnis heute sicher nicht mehr Ergründen. Ich schnappte mir noch ihren Geldbeutel und rief bei einem Bekannten in einer Kneipe an. Er verfügt über gewisse Kontakte und ich gab ihm die Daten von ihrem Personalausweis durch, nur zur Sicherheit. Ich malte noch einen Zettel von wegen Haustür und Alarmanlage, pinnte ihn an die Tür und fiel in einen traumlosen Schlaf. Das nervige Telefongebimmel weckte mich schließlich auf. Ein Blick auf meine Chronomaster ließ mich fast aus dem Bett springen. Fast zehn Uhr, das war mir selten passiert, da knallten mir die Ereignisse der vergangenen Nacht in die Birne. Traum oder Realität? Vorsichtig schlich ich ins Wohnzimmer. Ja, eine Deckenhaufen auf dem Sofa, der Bademantel vor dem Schreibtisch. Aber wo war sie nur? Das Telefon brachte sich wieder in Erinnerung. ‚Ja, was ist?’ schnautzte ich barsch in den Hörer. ’Cool Man’ kam die Stimme aus der Muschel, es war Pete mein Szene-Kontakt. ‚Hey was deine Schnecke angeht stimmt alles soweit Beruf, Wohnung, Ausbildung, usw. aber dahinter gähnt ein schwarzes Loch. Finde keine Familie, Eltern, Großeltern. Das habe ich so noch nicht erlebt, als ob sie aus dem Nichts kommt. Komisch. Nach ein bisschen Smaltalk legte er auf und ließ mich mit mehr Frage zurück als vor dem Telefonat. Leises Rumoren aus der Waschküche. Yes, sie war offenbar noch da. Kaum zu glauben, kein Traum, ich konnte mein Glück kaum fassen. Ich marschierte langsam in Richtung Waschküche nur mit Telefon und Boxershorts bekleidet. Ich bog um die Ecke. Huuuuch … rief sie, nur mit Unterwäsche bekleidet gerade ihre Klamotte aus dem Trockner holend. Das Boston stand auf der Waschmaschine. ‚Wenn Du dich schon an spärlich bekleidete Damen ran schleichst kannst Du mir gleich mit dem Korsett behilflich sein’. Hatten wir heute Nacht das ‚Du’ eingeführt? Mir fehlte da ein Stück Erinnerung. Sie schlüpfte in einen schwarzen glänzenden Body und hielt mir das Boston hin. ‚Da, hilf mal’ automatisch hielt ich ihr das geöffnete Korsett hin. Routiniert quetschte sie sich hinein und ich zog die drei Klettverschlüsse stramm. ‚OK so, oder enger?’ wollte ich wissen. ‚Nein Danke, sitzt super’ war die Antwort. Rasch zog sie ihr Shirt und schwarze Hose über und stand lächelnd vor mir. ‚Frühstück oder lieber eine kalte Dusche?’ meine Erregung war selbst in der weiten Boxer nur schwer zu tarnen. F-Frühstück wäre schon recht entgegnete ich etwas verdattert. Wupps, war sie unter meinem Arm durchgeschossen in Richtung Küche von wo der Kaffeeduft schon verführerisch herüberwaberte. Ich startete den Versuch mein verloren gegangenes Bad wieder zurückzuerobern. Dusche usw. alles OK. Frisch gestylt schnappte ich einen leichten Sommeranzug und ging Richtung Küche. Quietschfidel saß sie kerzengerade auf einem meiner Barhocker und ließ sich ein Müsli schmecken. ‚Alles gefunden, war nicht schwer’ verkündete sie leicht schmatzend. ‚Und jetzt’ sah ich sie fragend an. Sie schubste mir den Regionalteil der hiesigen Zeitung rüber, „Betrunkener demoliert Bushaltestelle“ stand als kleine Überschrift weiter unten. Uupps, wenn das keine unangenehmen Folgen nach sich ziehen würde. Bim-Bam läutete die Hausglocke, viel zu früh für die Post, eigenartig. ‚Ist für mich’ verkündete sie mit vollem Mund. Sprachlos marschierte ich zur Haustür. Der Fed-Ex Typ verkündete: Lieferung für Frau Susan Cummings, ich machte meinen Haken auf seinem Palmtop und er schob einen gigantischen Koffer aus dem Aufzug. ‚Showtime’ kam es von hinter mir ‚endlich frische Klamotte’ ich war so platt, dass es mir die Sprache völlig verschlug. Sie hakte das Koffermonster auf und heraus purzelten die verschiedensten Kleidungsstücke und ein Konglomerat an Schuhen. Geschäftig wühlte sie in ihren Sachen und meinte über die Schulter: ‚Ich habe mir heute früh mal die Freiheit genommen und deinen PC etwas durchstöbert. Gut geschützt alles, aber den Explorer Verlauf hättest du löschen sollen. NBAK und Co. lassen Grüßen.’ ‚Tja’ gab ich zu, ‚wahrscheinlich hätten wir uns leichter getan uns gemütlich gestern Abend in einem bestimmten Restaurant an diesem bestimmten Tisch zu treffen, als im Dunkeln hinter der Bushaltestelle Versteck zu spielen’. Zur Abwechslung gefroren ihre Bewegungen mal zur Zeitlupe. ‚Also doch, ich habe es fast geahnt’ sagte sie langsam, gedehnt. ‚Und dennoch bis du noch hier’ gab ich zurück. ‚Natürlich, glaubst du meine Mail war nicht ernsthaft gemeint. Ich musste mich doch erst mal überzeugen wer oder was da dahinter steckt. Es ist verdammt schwer alle Freaks und Fraggles loszuwerden’ antwortete sie etwas brüsk. ‚Und was du gesehen hast hat dir gefallen? Nebenbei war dir gestern Abend noch nichts klar oder?’ ‚Stimmt gestern Abend war ich herrlich Ahnungslos und es hat mir sehr, sehr gefallen bei dir. Sogar so, dass mein gesamter Hausstand jetzt hier vor dir liegt’. Wie eine Raubkatze pirschte sie sich langsam an mich heran und schnurrte mit leiser Stimme: ‚Würde es dir was ausmachen wenn ich erstmal in dein Gästezimmer einziehe meine Wohnheim Wohnung musste ich nämlich wieder abgeben’.
Vrooom, ich fühlte mich wie vom LKW überfahren. Von jetzt auf nachher eine neue Traumfreundin, hier im Haus bei mir, kaum zu glauben. Das die ganze Angelegenheit einen Haken haben würde habe ich damals nur vage im Hinterkopf geahnt aber vermutlich wolle ich alles so haben wie es dann im Laufe der Zeit kam. Ich nickte nur Stumm und musste acht geben nicht zu sabbern. ‚Genial’ war die Antwort, ‚was soll ich für dich anziehen? Was macht dich an?’ Ich wollte schon ‚Waschküche’ schreien, besann mich aber eines besseren und fragte sie: ‚Was hast du da drinn, was magst du denn?’ ‚Hepp’ sie warf mir eine schwarze hochglänzende Strumpfhose mit Naht zu, angelte einen verboten kurzen Minirock aus ihrem Koffer und zog ein paar Kniehohe Lederstiefel mit Schnürung hervor die einen fast unglaublichen Absatz besaßen. ‚Zu vulgär?’ schaute sie fragend. ‚Rock passt besser übers Korsett und Absätze brauche ich damit ich nicht dauern hoch schauen muss. Was dagegen?’ Sie verwarf den Mini und fischte einen knielangen Rock hervor. Pah, welche Frage meine Zustimmung hatte sie sofort. Ich half ihr die Stumpfhose anzuziehen und sortierte die Naht gerade. ‚Nur Kompressionklasse 1’ kommentierte sie, ‚die stärkeren sind nicht mehr so schön glatt’ Ich schnürte ihre Stiefel auf Wunsch knalleng zu, wobei ich mich wieder über die Verarbeitung wunderte, das sah verdammt nach Maßanfertigung aus. Das schwarze Shirt tauschte sie noch gegen ein frisches und zischte dann mit einer Sicherheit und Geschwindigkeit Richtung Küche, welche ich in diesem Schuhwerk in Kombination mit dem engen Rock nicht für möglich gehalten hätte. Sie saß schon wieder auf dem Barhocker, klopfte auf den freien Platz neben sich und meinte ‚Komm es wird Zeit was zu essen und sich ausführlich zu unterhalten.’
Ich quetschte mich langsam auf den freien Platz und meinte während ich das bereitstehende Frühstücksei mit einem Schlag köpfte: ‚OK, wer fängt an?’ Sie schnaubte zwischen zwei Bissen: ‚na gut, nachdem ich mich hier häuslich eingerichtet habe, können wir die Karten ja auf den Tisch legen.’ ‚Ich stamme aus einer, na ja, sagen wir wohlhabenden alten Familie aus Schottland. Meine Eltern legten immer großen Wert auf gute Erziehung und schicken mich und meine Geschwister nur auf die bestmöglichen Schulen. Während meiner Zeit in London blieb es jedoch nicht aus, hier und da mit der ausgedehnten Fetish Szene in Kontakt zu kommen. Sei es bei Partys oder Mitschülerinnen. Es war mir auch schon früher aufgefallen, dass mich Personen mit Gipsverbänden oder anderen Dingen dieser Art sehr faszinierten. Allerdings war damals noch keine sexuelle Erregung dabei, oder ich habe es noch nicht so empfunden. Eines Abends fragte mich eine Mitschülerin ob ich nicht zu einer etwas speziellen Party mitkommen wollte, es sei aber ein Dresscode erforderlich. Da ich nicht kapierte was Sie meinte wollte sie mir ein paar Dinge aus Ihrem Sortiment leihen.’ Spitzbübisches Lachen. ‚Sie hatte eine Riesenauswahl an Latex und Gummi in ihrem Schrank, ich habe ein paar Sachen probiert da hat es irgendwie KLICK gemacht und ich habe fast spontan einen Orgasmus gehabt. Ich denke mal das war der Anfang. Danach wurde ich ziemlich aktiv auf diesem Gebiet mit Japan-Bondage, Tight-Lacing, Dungeons und anderem Zeug in diese Richtung, allerdings relativ ziellos da mir erst mit der Zeit klar wurde, dass eine Art Dauerfixierung und Enge das war, was mich am meisten anmachte. Mit der Zeit bekamen auch meine Eltern mit was da so lief insbesondere da sie einmal mitten in eine Party zuhause reinplatzten. Danach gab es ziemlich Ärger vor allem mit meinem Vater, der da sehr konservative Ansichten vertritt. Er stellte mich vor die Wahl meinen Lebensstil zu normalisieren oder mir den Geldhahn abzudrehen.’ Sie hielt etwas amüsiert inne. ‚Ich habe mich für den Geldhahn entschieden. Meine Lebensweise hat sich trotzdem von selber etwas normalisiert. Dies Outfit hier ist so etwa der Restzustand. ‚Meine ältere Schwester hat dann studiert um in die Familientradition einzutreten. Ich habe mich nach Deutschland abgesetzt wo ich früher schon einmal zum Praktikum war. Eines Tages war ich mit einer Freundin in der orthopädischen Skolioseambulanz zur Kontrolle als ich zum ersten mal, heute weis ich was es war, ein Milwaukee-Korsett live gesehen haben. Mir war sofort klar das dies mein Ding sein würde und so habe ich mich für eine Ausbildung in dies Richtung entschieden, zumal es in dieser Stadt eine staatliche, kostenfreie Schule gab. Der Kontakt zu meinen Eltern lief auf einem nahe Null Niveau ab. Ab und zu habe ich mich mit meiner Mutter zum Shopping getroffen. Ansonsten konnte ich bei der Ausbildung meinen Korsetts nicht so Nahe sein wie ich gerne wollte, da die heutzutage nur noch wenig verordnet werde. Ich habe dann chronische LWS-Beschwerden simuliert um an das Boston hier zu kommen und immer wieder die Taille nacharbeiten lassen damit es strammer sitzt. Dafür habe ich sogar freiwillig mein Belly piercing ausgebaut. So war ich dann auf der Dauersuche nach einem Rumpforthesenzugang möglichst zum Nulltarif. Dann kam deine Mail mit diesem abartigen Vorschlag. Ich war wie elektrisiert von der Idee mit dem Dental-Brace, musste aber noch das Schulexamen abwarten. Dann haben wir ein bisschen recherchiert aber nicht viel herausbekommen als den Namen von dem Kieferorthopäden, vermutlich ein Bekannter von dir? Dann haben wir uns die Geschichte im Restaurant ausgedacht. Ich bin gespannt was meine Freundin so gemacht hat. Na ja den Rest der Story kennst du ja, und jetzt bin ich hier.’ Ich lachte ‚Deine Freundin ist glaube ich bei meinem Freund Stefan, genau dem Kieferorthopäden, gut aufgehoben, er rief vorhin kurz an.’ ‚Na dann hat sich der Abend wohl für uns beide mehr als gelohnt’ meine sie fröhlich. Wir waren am Ende des Frühstücks angelangt. ‚Ich mache dir einen Vorschlag’ meinte ich über den Rand meiner Kaffeetasse betont gelangweilt hinweg zu Susan: ‚Den zweiten Teil der Geschichte, nämlich meine, kannst du dir in meiner Werkstatt, bei der Besichtigung meiner Sammlung im Keller anhören.’ Man konnte ihre Kinnlade fast auf der Bar aufschlagen hören, sie knallte die Tasse auf die Bar, sprang auf und meinte fast zappelig: ‚Wie du hast hier solche Teile als Sammlung? Los lass uns sofort da runter gehen.’ ‚Aber sicher doch, hätte ich sonst diese Annonce laufen gehabt. Ich habe glaube ich sogar noch genug Gipsbinden da, dass wir einen Abdruck von dir machen können wenn du magst, das wird dir vermutlich gefallen.’ Sie spurtete fast Richtung Aufzug, hielt inne und gruschtelte etwas aus ihrem Schrankkoffer hevor was wie ein kurzer schwarzer Staffel-Stab aussah. Los komm schon worauf wartest du noch’ drängelt sie euphorisch. Ich folge ihr gemächlich und genoss es sichtlich sie derart aufgekratzt zu beobachten. Sie fummelte erfolglos an den Aufzugknöpfen herum. ‚Dazu braucht man schon einen Schlüssel’ winkte ich Ihr mit dem Schlüsselbund zu ‚oder glaubst du ich will meine Putzfrau da unten rumstolpern lassen.’ Die Aufzugstür glitt langsam zurück und ich betätigte das Schloss für die Fahrt in den Keller. Im Aufzug griff sie plötzlich meine Hände und führte sie an ihr superenge, knallharte Taille. ‚Wie gefällt die das hier’ meinte sie verführerisch. In meiner Hose wurde es auch spontan knalleng, was ihr nicht verborgen blieb. Sie lachte und schnipste mit den Finger dagegen. ‚Ich denke das wird hier gleich sehr interessant werden.’ Bei diesen Worten ihrerseits kam der Aufzug in meinem Kellergeschoß zum stehen. Die Türen öffneten sich fast geräuschlos. Dunkelheit. ‚Leider keine so exclusive Beleuchtung wie oben und sicher etwas unaufgeräumt’ meinte ich entschuldigend und tastete mich zum Schalter vor. KLICK die Deckenbeleuchtung flammte flackernd auf und enthüllte die komfortable, großräumige Werkstatt. ‚Bitte schau dich ruhig um’ sagte ich zu ihr gewand und lümmelte mich in eines der breiten Ledersofas die ich vor kurzem von oben ausgesondert hatte. Sie strich langsam an den Regalen mit den Halskrawatten vorbei, zog hier und da eines der Teile heraus und Fragte nach Namen und betrachtet die Stücke ausgiebig. Ich beobachtet sie genüsslich wie sie sich geschmeidig auf und ab bewegte. Die hohen Absätze schienen ihr keinerlei Schwierigkeiten zu bereiten. Da ich nie etwas weggeworfen hatte war die Sammlung mittlerweile recht beträchtlich geworden obwohl man sich im Laufe der Zeit für bestimmte Orthesen entscheidet. Sie hatte sich gerade zu den größeren Teilen vorgearbeitet als ein älteres Cheneau ihr Interesse erregte. ‚Wow das hier sieht ja toll aus, wie geht den so was?’ fragte sie wissbegierig. Es handelte sich um ein Designerstück wo wir statt Jeansoptik einen Roy-Lichtenstein in den Kunsstoff verewigt hatten. ‚Spezialtechnik, wir können jedes Foto oder Muster in die Oberfläche intergrieren’ gab ich an, obwohl das nicht mein Verdienst gewesen war. Jetzt war sie offenbar an ihrem Ziel angekommen. Ich hatte einige ältere gebrauchte neben neuen Milwaukees an der Wand hängen. Langsam nahm sie eines ab und meinte ‚Kann ich so was mal probieren?’ ‚Gerne, jederzeit. Das Dumme ist nur, das bei diesen Maßanfertigungen kaum eine Chance besteht das deine Figur gerade da hinein passt.’ Gab ich zur Antwort. Sie zog einen Schmollmund. Ich erhob mich von meinem bequemen Beobachtungsposten und griff ein Maßband von der Werkbank. ‚Mal schauen, ich glaube eines könnte dir vielleicht so leidlich passen. Es ist schon sehr alt und noch mit der alten Kinnstützte, das kleine ganz hinten mit dem Beckenkorb aus Walkleder.’ Kaum gesagt hatte sie das Teil auch schon hervorgezogen. Etwas angestaubt, aber wunderschön gearbeitet noch mit den polierten Stahlteilen auf dem Leder und ohne Plastik. ‚Uff, das ist ja richtig schwer’ meinte sie mit Begeisterung in den Augen. ‚Ja, alte Handwerkskunst’ entgegnete ich. ‚Lass mich ein paar Maße an dir nehmen um zu sehen ob du da reinpasst’. Bereitwillig kam sie angelaufen und baute sich vor mir auf. ‚Hmm, ich befürchte dein kleines Boston-Korsett wirst du für diese Modenschau abnehmen müssen.’ zog ich sie auf. Dabei hatte sie sich schon fast ihres T-Shirts entledigt. Der Rock rutschte auf den Boden und ‚Ratsch, ratsch, ratsch’ waren die Klettverschlüsse geöffnet und das Boston lag auf der Werkbank. Sie stand wie eine schwarze, glänzende Skulptur vor mir in ihrem Body, Strumpfhose und Stiefeln. ‚Bitte, mach schon’ sagte sie mit fast flehendem Blick. Ich legte zuerst das Maßband um ihre Taille und musste zweimal hinschauen. Wie, nur 52 cm Taillenweite, erstaunlich. Dann die Hüftweite und vordere und hintere Länge bis zum Kinn und Hinterkopf. Ich schnappte mir einen Schraubendreher aus dem gutsortierten Werkzeugschrank und stellte die vorderen und hinteren Streben auf die etwa richtige Länge ein. Sie stand schon dicht hinter mir das ich ihren ansprechenden Geruch wahrnehmen konnte der sich mit dem leichten Geruch vom Leder des Korsetts mischte. ‚So, fertig zur Anprobe’ ich hielt ihr das Korsett leicht geöffnet hin, das sie leicht hineinschlüpfen konnte. ‚Dein Becken ist etwas weiblich ausladend, da das Milwaukee für einen Teenager gemacht war, könnte es etwas eng werden unten herum. Mit der Taille dürftest du keine Probleme haben.’ Sie wand sich in das Korsett als ob sie das schon hundertmal gemacht hätte und drehte sich auf den Zehenspitzen um. Ich justierte die hinteren Stangen noch etwas, vorne passte es sehr gut unter ihr Kinn. Die leichte Seitenführung der Kinnspange verhinderte, dass sie den Kopf seitlich drehen konnte. Noch war der Halsring offen und ich zog die Verschlüsse des Beckenkorbs stramm. Der saß erwartungsgemäß nicht besonders aber zum Probieren ging es so. Jetzt kam der Halsring dran. Das war noch das ältere Modell mit seitlich gelegener Schraube. Ich rastete die Teile zusammen und zog die Schraube fest. ‚So fertig’ kommentierte ich. Keine Antwort. ‚Was ist, wie fühlst du dich, stimmt was nicht?’ Schwer atmend flüsterte sie ‚doch, doch alles perfekt’ und wand sich im Korsett etwas um die Limits zu prüfen. Sie drehte sich langsam um und kam auf mich zu. Wir küssten uns spontan und ausdauernd wobei sie es sichtlich genoss als ich ihre Zahnspange erforschte. Ich merkte wie sie sich mit geübten Fingern an meinem Gürtel zu schaffen machte.
Im Gegenzug machte ich mich an ihrem Body zu schaffen und konnte den glücklicherweise vorhandenen Hakenverschluss rasch aufbekommen obwohl es in ihrem Schritt nicht nur feucht sondern fast nass war. Meine tastenden Finger stolperten als nächstes über eine reiche Anzahl von Intimpiercings wobei ein ausserordentlich dicker Ring direkt durch ihre Klitoris ging. Ich zog vorsichtig daran. Ein scharfes Einatmen war die Folge sie taumelte etwas seitwärts und ich fing sie an der hinteren Korsettstrebe auf. Inzwischen hatte sie meinem kleinen Freund Freiheit verschafft der sich aber in anbetracht der gegenwärtigen Situation zu einem großen Freund entwickelt hatte. Sie drängelte mich Rückwärts auf das Sofa wobei sie glücklicherweise nicht auf mich fiel sondern legte einen ausdauernden Ritt in kerzengerader aufrechter Position hin. Ich griff nach ihren wohlproportionierten Brüsten wobei mir wiederum die zwar kleinen aber extrem dicken Ringe in ihren Nippeln auffielen. Der leichte Zug daran schien ihre Lust noch spürbar zu steigern. Wir kamen vergleichsweise schnell aber mit einer noch nie erlebten Intensität. Vollkommen ausgelaugt ließ sie sich neben mich auf das breite Ledersofa fallen wobei ihr Kopf gehalten von dem unnachgiebigen Metallring mit Kinnstütze hart aufschlug. Ca. 30 min blieben wir beide nahezu reglos liegen. Wieder in der Senkrechten konnte ich sie an den beiden hinteren Metallstreben hochheben wobei wieder ihr federleichtes Gewicht auffiel. Bedingt durch die übermäßige Streckung japste die scharf nach Luft. ‚Mach das nochmal’ hauchte sie leise. Ich trug sie mühelos und vorsichtig in das kleine Gästebad nebenan. Vor der Dusche lies sie sich bereitwillig von all ihren Limitationen befreien, wobei ihr eingestochener Spezialschmuck unter den Halo-Spots besonders funkelnd zur Geltung kam. ‚Schau sie dir ruhig näher an, wenn sie dich so faszinieren’ forderte sie mich auf und strecke mir ihren Busen frech entgegen. Ohne ihre Absätze musste ich mich etwas vorbeugen um genauer ihre Schmuckstücke erkennen zu können. ‚Anfassen ausdrücklich erlaubt’ kommentierte sie lässig ‚aber nicht zu fest, sonst muss du mich wieder auffangen’ und lächelte verschmitzt. Ich drehte einen der mattglänzenden Ringe vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger wobei ich keinen Verschluss entdecken konnte, bestimmt 4-5mm im Querschnitt und relativ schwer. Da war er wieder, der Hauch einer offenbar teuren Maßanfertigung. Sie bemerkte meinen Blick und meinte ablenkend ‚Hat eine Freundin für mich gemacht. So eine Space-Shuttle Legierung nahezu Unkaputtbar und vernietet. Die gehen nie wieder ab. Aber nur diese drei. Du hat sie ja alle schon gefunden.’ Drehte sich um und verschwand unter der Dusche. Ich ließ sie erst mal allein vor sich hinplätschern während ich mich langsam vom Rest meiner Kleidung entledigte. Kaum zu glauben, die Erfüllung all meiner Träume lebendig, lebensfroh vor mir unter der Dusche. Was ich mit ihr, insbesondere auch der dunklen Punkte ihrer Vergangenheit wegen noch erleben sollte war mir damals noch nicht annähernd klar. Mit einem Ruck öffnete sich die Schiebetür zur Dusche, ich warf ihr ein großes flauschiges Handtuch rüber in welches sie sich sofort einwickelte. ‚Der nächste bitte’ meine sie und hopste aus der Dusche. Ich schob ihr einen großen Topf mit Fettcreme rüber den ich zuvor aus der Werkstatt geholt hatte. ‚Hier, crem dich mal verschwenderisch ein, deine Haut wird es dir danken für das was wir nachher noch vorhaben. Hochgezogene Augenbrauen, fragender Blick, keine Fragen, kein Wiederspruch, perfekt. Ich verzog mich unter die Dusche. Genüsslich drehte ich mich unter dem warmen Wasserstrahl. Durch die Milchglastür konnte ich schemenhaft erkennen wie sie sich mit dem Cremetopf zu schaffen machte. Ich dusche etwas ausdauernd um ihr eine Chance zu geben fertig zu werden und trat aus der Kabine. Der Cremetopf stand halb leer neben dem nassen Handtuch . Ich schnappt mir das verbliebene trockene Handtuch um begab mich ebenfalls in die Werkstatt, wo ich sie vermutete. Richtig, sie umkreiste langsam die von mir vorher aufgehängte Glisson-Schlinge, dabei vor Fett glänzend. Sie angelte das bunte Cheneau von der Werkbank. ‚Hier, ich möchte ja auch mal was zum Anschauen haben.’ Ich ließ mich nicht zweimal bitten und quetschte mich in die enge Kunststoff Hülle. Gewand und erstaunlich kraftvoll zog sie die Verschlüsse fest. Als Einstimmung gefiel mir mein altes Cheneau noch ganz gut obwohl ich sonst restriktivere Orthesen bevorzugte. ‚Zufrieden’ fragte ich. ‚Ja, sieht ganz nett aus, obwohl ich schätze, das du noch ganz andere Teile zur Verfügung hast.’ Damit sollte sie natürlich Recht behalten. ‚Und was machen wir jetzt?’ Wollte sie wissen. ‚Eine Sauerei’ entgegnete ich. ‚Nicht was, du jetzt denkst’ kommentierte ich ihre aufgerissenen Augen. ‚Frisch geduscht und gefettet ist jetzt der richtige Moment einen Gipsabdruck von dir zu nehmen, nachdem wir dann allerlei spannende Sachen für dich anfertigen lassen können’ klärte ich sie auf. ‚Stell dich mal unter diese Schlinge’ Mit geübtem Griff befestigte ich die Glissonschlingen um ihren Kopf und holten eine spezielle Fußbank heran. ‚Jetzt geh bitte soweit in die Knie, das es ordentlich an deinem Hals zieht und lehn dich mit den Schienenbeinen gegen diesen Hocker. Ich rollte den Wagen mit Gipsbinden und Wasser in ihre Nähe., als sie plötzlich wieder aufstand. ‚Moment ich habe was Wichtiges vergessen’ sagte sie und deutete zur Werkbank. Dort lag noch die kurze schwarze Rolle die sie in den Aufzug mitgenommen hatte. ‚Was ist das denn’ wolle ich wissen. ‚Bring es mal rüber, wird dir vermutlich gefallen’ entgegnete sie geheimnisvoll. Ich schnappte das Ding von der Werkbank. Es handelte sich um eine straff zusammengerollte, steife Stoffbahn. Sie nahm das Teil aus meinen Händen und entrolle ein kurzes sehr steifes Schnürkorsett mit Vorderverschluss und Rückenschnürung. ‚Aus meinem früheren Leben’ meinte sie kurz. ‚Ist genau auf meine Taille Maßgeschneidert und das Minimum was ich längerfristig aushalten kann. Da müsste eine Rumpforthese doch auch besser passen, wenn wir den Abdruck mit diesem Korsett machen.’ Großartige Idee dem hatte ich nichts hinzuzufügen und so wischte ich das Fett um ihre zierliche Taille etwas ab, hakte den Verschluss vorne zu und begab mich auf ihre Rückseite um das kleine Schwarze zuzuschnüren. Der erste Teil ging recht leicht vonstatten bis auf eine Restöffnung von ca. 3 cm. ‚Nur zu, ein kleines bisschen Gewaltanwendung schadet mir nicht’ kommentierte sie meine Bemühungen. Na gut du hat es so gewollt, dachte ich bei mir und zog das Korsett kraftvoll komplett zu. Ein leichtes Stöhnen war die Antwort. ‚Ich glaube ich sollte das Teil zuknoten und die Schnur abschneiden, ich weiß gar nicht wohin mit dem halben Kilometer Korsettschnur.’ schlug ich vor. ‚Mach nur, kann man billig nachkaufen’ genehmigte sie mein Vorhaben. Also knallte ich einen ordentlichen Seglerknoten drauf und schnitt die überschüssige Schnur knapp mit dem Teppichmesser ab. ‚OK alles soweit?’ fragte ich sie. Kommentarlos nahm sie wieder ihre Position ein. Ich holte eine Rolle Klarsichtfolie und wickelte eng über das Korsett damit der Stoff nachher nicht vom Gips komplett versaut sein würde. Mit nahezu unfassbarer Wespentaille stand sie nun vor mir. Ich konnte nicht wiederstehen und holte noch mal das Maßband. Unglaubliche 42 cm maß ich über dem Korsett. Ich pfiff leise durch die Zähne. ‚Das wird aber eine Weile gebraucht haben bis du soweit warst?’ wolle ich wissen. Durch die Schlinge behindert murmelte sie unverständlich zurück: ‚Ja seit meinem 16. Geburtstag’. ‚Dann kann ich dich ja nun mit meiner Geschichte langweilen.’ meine ich gut aufgelegt ‚und danach kann ich dir in meiner Bibliothek zeigen, was so für dich an Korsett in Frage käme.’ Ein kaum erkennbares Nicken war die Antwort. Ich griff die erste Rolle Gips und tauchte sind ins Wasserbecken.
Sachkundig rollte ich von unten unter straffem Zug über ihre Taille etwa bis zum unteren Brustkorbbeginn. Dann drehte ich aus einer 4fachen Longette eine Kordel und zog sie nach vorne über den Beckenkamm zusammen. Einhändig fixierend wickelte ich weiter. Eine besondere Modellierung erschien bei straff sitzendem Maßkorsett unter dem Gips nicht erforderlich. Rasch schob ich noch den flachen Kunststoffstreifen unter die Wicklung um Susan nachher aus ihrem Gipspanzer befreien zu können. Ich erzählte ihr beim weiterarbeiten meine Geschichte in Kurzform. Das in meiner Klassenstufe früher etliche Mädchen mit Korsetts herumgelaufen waren, das mich diese von Anfang an extrem angezogen hatten. In der 10ten Klassen bekam unsere meistumschwärmte Mitschülerin ein Milwaukee wegen Skoliose, da sie sehr strenge Eltern hatte wurde darauf geachtet, das sie ihr Korsett auch immer zur Schule und sonst auch 24h trug. Das Korsett führte dazu, dass sie ihre Favoritenrolle verlor und keiner mehr mit ihr ausgehen wollte. Ich sah meine Chance und machte mich langsam an sie ran. Wir waren eines Tages bei ihr Zuhause als sie mir eröffnete das ihre Eltern für zwei Tage nicht da wären. Ich freute mich natürlich und da sie einen indoor Pool besaßen schlug ich vor schwimmen zu gehen. Erst schaute sie ein wenig komisch und fing dann an zu weinen. Ich versuchte sie zu trösten und versprach ihr das mir ihr Korsett gar nichts ausmachen würde, das ich nur wegen des Korsetts hier war konnte ich ihr nicht gut verraten. Ich bequatschte sie sogar dazu das sie es mir zeigte. Sie zog sich zögerlich aus und dann konnte ich es in voller Pracht sehen. Seltsamerweise war alles ausschließlich aus Kunststoff und Metall gearbeitet selbst die Hinterhauptstützen. Ich meinte wir könnten doch auch so schwimmen gehen und sie solle ihr Korsett abnehmen. Sie meinte nur sie könne nicht und drehte sich um. Da hat mich fast der Schlag getroffen, ihre Eltern hatte doch tatsächlich ein Schloss an den hinteren Verschlüssen des Beckenkorbs anbringen lassen. Sie konnte wirklich nicht aus dem Korsett heraus. Sie erklärte es sei alles Wasserfest und sie könne damit Duschen. Ihr Vater hätte sie seit ca. 2 Monaten nicht mehr aus dem Korsett herausgelassen als er sie vorher mehrfach ohne Korsett angetroffen hatte. Diese Zeit brannte vermutlich den Korsett-fetisch unauslöschlich in mein Hirn ein. Ich habe mich noch oft mit ihr getroffen und wir machten unsere ersten sexuellen Erfahrungen miteinander bis, tja eines Tages sie ohne Korsett zur Schule erschien. Das war das ziemlich aprupte Ende einer Freundschaft. Ich glaube sie hat es nie verstanden. Ich habe dann Medizin studiert und den Facharzt für Orthopädie gemacht. Ein paar Jahre in der Skoliosenambulanz waren noch ganz lustig. Dann habe ich mein Hobby langsam privat ausgebaut. Und nun waren wir hier. Ich beendete die Ausführungen, denen sie interessiert gelauscht hatte.
Danach wurde weiter unter Auslassen der Arme bis einschließlich des Halses gewickelt. Ich wartete kurz bis der Gips anzog und begann hart zu werden und hakte Susan von der Glissonschlinge los. ‚Genial, ich kann mich kaum noch bewegen.’ stellte sie fest. Sie kam mit kleinen Trippelschritten zu mir rüber da ich ihr den Gips bis zur Mitte der Oberschenkel heruntergewickelt hatte. ‚Können wir den Gips noch ein bisschen dranlassen?’ bettelte sie. ‚Nix da, sonst kriege ich dich da nicht mehr raus. Ohne jede Polsterung kann ich ihn dir nicht vom Leibe sägen.’ Ich ergriff mein Bastlermesser und schnitt entlang des Plastikstreifens den Gips auf ihrer Rückseite auf. ‚Warum hast du den Busen so plattgequetscht?, das sieht nicht so toll aus’ wollte sie wissen. ‚Für die Form ist das nicht so wichtig und in einem Korsett würde ich deine wunderschönen Brüste eher aussparen, du willst doch noch deinen Spaß haben, oder?’ Mit diesen Worten bog ich das Gipsnegativ krachend auf damit sie sich herauszwängen konnte. Sie versuchte ihr möglichstes, es schien aber nicht zu funktionieren, irgendwie hing sie fest, als sie mit einem mal einen Lachanfall bekam. Ich kapierte zuerst nicht, aber dann wurde mir klar, unbedachterweise hatte ich versehentlich ihre Brustpiercings mit eingegipst und die hingen jetzt fest verankert im Gips-negativ fest. ‚Halt mal den Gipsabdruck fest’ wies ich sie an und fummelte vorsichtig die Ringe aus der noch halbfeuchten Gipsmasse wobei sie vor Vergnügen leise vor sich hin kicherte. Endlich hatte ich sie befreit. Sie schlüpfte aus dem Gipskokon und ich verschloss ihn von hinten mit ein paar Longetten nachdem ich ihn zurecht gebogen hatte. Eine etwas klebrige, unansehnliche Susan stand vor mit jetzt sichtlich frierend nachdem ich ihr den warmen Gips weggenommen hatten wobei die Piercings in den jetzt harten Nippeln umso provokanter hervorstanden. ‚Umdrehen’ kommentierte ich, was sie bereitwillig befolgte. Ich nahm das Schnitzmesser und durchschnitt die Korsettschnur. Bang, platzte das Korsett förmlich von ihrem Körper. ‚Aua’ jammerte sie ‚normal macht man das etwas langsamer, wenn ich bitten darf.’ ‚Vermutlich hast du bald keine Probleme mehr mit dem Abnehmen, wenn ich deine Wünsche richtig interpretiere’ meine ich grinsend. Wir machten uns beide auf den Weg zur Dusche um die Gips- und Cremereste zu beseitigen. Nachdem wir wieder trocken waren stellte ich das Gipsnegativ auf die Werkbank und bat sie in das Handtuch eingewickelt auf einem bereitgestellten Hocker platz zunehmen. Wieder der fragende Blick ohne Kommentar. ‚Für eine gute Kopffixierung brauche ich noch einen Abdruck von deinem Kopf-Hals Übergang’ erklärte ich ihr. ‚Den Hals haben wir ja schon mit in dem Torsoabdruck dabei.’ Ich zog ihr einen doppelten Gewebeschlauchverband über den Kopf der sich faltenfrei anschmiegte. ‚Keine Angst ich lasse dir genug Luft zum atmen’ und nahm ein paar Gipsbinden und formte ihren Kopf ab. Anschließend nahmen wir unsere Sachen. ‚Kein Problem’ sagte ich zu ihr gewandt ‚der Aufzug fährt per Schlüssel exklusiv für uns bis hoch ins Penthouse’. Sie sauste nochmals Richtung Bad und kam mit dem alten Leder-Milwaukee und dem Cheneau in der Hand in den Aufzug. Oben angelangt stelle ich fest, dass die Mittagszeit fast schon vorbei war. ‚Musst du eigentlich nicht zur Arbeit oder so?’ wollte sie wissen. ‚Nein’ entgegnete ich ‚ich kann mir das sehr flexibel einrichten,, aber genau erkläre ich dir das ein andermal, Hunger??’ ‚Ja, sehr’ kam die prompte Antwort. ‚Gehen wir zum Italiener an der Ecke’ schlug ich vor. Sie nickte und bückte sich um ein paar Sachen aus ihrem Koffer zum Anziehen hervorzuholen. Sie hielt mir einen cremefarbenen Push-Up BH hin der zugemacht ihre ohnehin nicht gerade kleine Oberweite noch prominenter hervorstehen ließ. Darüber streife sie einen Microfaserbody und wollte gerade ihre Stumpfhose anziehen, da kam mir eine Idee. ‚Du stehst doch auf enge Sachen’ wollte ich wissen. ‚Ja schon’ gab sie zur Antwort, aber nicht dieses Zeug wo einem der Schweiss nachher in Sturzbächen das Bein runterläuft. Das ist nämlich der Nachteil von dem ganzen Gummi und Latexkram. ‚Kleinen Moment, warte hier’ wies ich sie an. Ich lief ins Arbeitszimmer und zog ein Maßblatt der aus einer Mappe die ich erst kürzlich als Werbung bekommen hatte, griff ein Rollbandmaß und machte mich auf den Rückweg zur wartenden Susan. Ich drückte ihr Zettel und Stift in die Hand und befahl: ‚Ich vermesse, du notierst’ Neugierig studierte sie das Maßblatt während ich anfing ihre Beine in allen angewiesenen Längen und Durchmessern zu vermessen. Sie schrieb eifrig eine Zahl nach der anderen auf. Am Ende blickte sie hoch und meinte ‚verdammt clevere Idee das mit Kompressionstrümpfen zu versuchen, nur schauen die festeren in Hautfarbe ziemlich hässlich aus. ‚Daran wirst du dich wohl gewöhnen müssen’ reizte ich sie ‚Nein im Ernst, wirklich clevere Leute ziehen einfach eine dünne Strumpfhose drüber und schon sieht das wieder anständig aus. Da kannst du auch dein Microfaser- hochglanz Equipment verwenden.’ ‚Gute Idee’ ergänzte sie ‚daran habe ich noch nie gedacht.’
‚Den JUZO Katalog und ein Orthesenbuch nehmen wir mit zum Essen, dann können wir gleich eine kleine Auswahl treffen.’ schlug ich vor. ‚In welchem Outfit willst du den Essen gehen’ fragte ich sie grinsend. ‚Wenn ich künftig an deiner Seite mit Korsett auftauche fange ich wohl am besten gleich damit an, so wirkt es für jeden glaubwürdiger.’ Meinte sie eher zu sich selbst. Ich legte ihr das schwere alte Milwaukee wieder um, zog die Verschlüsse fest und drehte die Schraube am Halsring zu. Es erregte sie schon wieder auffällig. ‚Setz dich mal auf den harten Küchenstuhl da drüben’ riet ich ihr, was sie sogleich befolgte. ‚Urggs, das erwürgt mich ja fast, wie soll ich denn da was Essen? Ich sehe ja nicht mal auf den Tisch’ stellte sie mühsam über die Kinnstütze hinweg fest. Ich holte den Schraubendreher und ließ ihr ein wenig mehr Freiheit. ‚Bin gespannt ob du bei deinen Klamotten was findest was über den ganzen Metallaufbau passt’ neckte ich sie. ‚Pah, werden wir ja sehen.’ Dampfte sie ab. Stocksteif im Koffer suchend fand sie einen langen Rollkragenpullover und eine schwarze Stretchjeans. Beides zusammen ließ das meiste des Korsetts verschwinden, den Halsteil konnte man jedoch noch gut erkennen. Sie kickte mir ein paar schnuckelige Gucci Pumps zu die ich zielgenau vor sie hinstellte und ihr hineinhalf da sie ihre Füße nun nicht mehr erkennen konnte. ‚So, nun noch etwas Make-Up und die Haare gestylt dann können wir losmarschieren.’ meine sie und hielt mir das Cheneau hin. Sie verschwand im Badezimmer und ich im Ankleidezimmer. Nein, nach diesem Plastikpressling stand mir jetzt nicht der Sinn. Ich holte mir zunächst auch einen Nahtlosen Body und dann eines meiner Lieblingskorsetts. Ein nach alten Aufnahmen speziell angefertigtes Stagnara Korsett aus durchsichtigem Plexidur. Am Beckenkorb waren je ein vorderer und ein hinterer Mast befestigt, von diesem ausgehend verschiedene Rumpfspangen vorn bis an die Schlüsselbeine reichend, hinten weit über die Schulterblätter hinausreichen. Allerdings ohne Kopfteil. Ratschend ließ ich die Verschlüsse einrasten, Zog ein frische Van-Laak Hemd darüber und machte mich fertig. Zeitgleich öffnete sich die Badzimmertür und eine frisch gestylte Susan entschwebte auf einer Duftwolke dem Bad. ‚Na, fertig’ hauchte sie mir entgegen und drückte sich gegen mich um mit einer Hand schnell das Vorhandensein des Korsetts zu überprüfen. Sie merkte den Unterschied sicher, da das Stagnara hinten viel höher geschnitten war, ließ sich aber sonst nichts anmerken. Gemeinsam begaben wir uns Arm in Arm zum Aufzug.
Der Lift entließ uns nach rascher, fast geräuschloser Fahrt wieder direkt in die Tiefgarage. Ich knipste mit der eleganten, dreizackbewährten Fernbedienung den Maserati auf und sagte: ‚Bitte einzusteigen, aber …….’ sie war so schnell an der Tür und versuchte einzusteigen, da WUMPP hatte sie sich schon den Kopf an den Türrahmen geknallt. ‚Sorry’ entschuldigte ich mich ‚ aber ich war gerade dabei die zu warnen, doch du warst zu schnell. ‚Aua, ahh …’ jammerte sie leise ‚das gibt sicher eine riesen Beule’. ‚Tja’ meint ich ‚so ein Milwaukee macht einen verdammt unbeweglich. Aber das wolltest du doch so haben, also gewöhn dich schon mal daran.’ Sie grummelte unverständlich vor sich hin, aber ich verstellte die elektrische Sitzverstellung so, dass sie rasch in eine bequeme Position kam soweit man in einem Milwaukee Korsett alter Bauart überhaupt davon sprechen kann. ‚Das kann ja heiter werden beim Italiener’ bemerkte ich. ‚Wieso’ wollte sie spontan wissen. ‚Weil du ziemlich sicher nicht mal deinen Teller zu sehen bekommst, so wie du gerade ausgestattet bist’ erläuterte ich ihr gut gelaunt. ‚’ stellte sie wohl überrascht fest. ‘Daran habe ich ja noch gar nicht gedacht, und das wo ich so einen mörderischen Hunger habe.’ ‘Ich hätte da einen Vorschlag, vorausgesetzt du magst Fisch’ bot ich an. ‚Klar gar kein Problem, damit bin ich doch fast groß geworden.’ entgegnete sie gespannt. Ich sagte weiter nichts und fuhr gemütlich weiter, wählte die Nummer von Giovanni meinem Lieblingsitaliener über die Freisprecheinrichtung und sagte den reservierten Tisch ab. Susan versuchte zu mir herüber zu sehen, mühte sich sichtlich ab und ließ es dann bleiben. Sie lachte leise in sich hinein ‚Man ist wirklich fast ruhig gestellt in diesem Gestell und knebeln tut es mich auch fast und das obwohl du den Sitz schon so aufrecht gestellt hast. Aber das ist schon ziemlich genau was ich mir so vorgestellt habe. Vor allem kann man damit in die Öffentlichkeit gehen ohne als Freak oder Spinner zu gelten. Es weis ja keiner was wirklich dahinter steht.’ meinte sie gut gelaunt. ‚An was hattest du denn bezüglich der Tragedauer gedacht?’ wollte ich von Ihr wissen ‚Wenn wir schon ein Stück weiter fahren müssen, können wir die Diskussion ja schon gleich aufnehmen.’ schlug ich vor. ‚Mmm, ja ich habe schon lange ausführlich über dieses Problem nachgedacht’ entgegnete sie und fuhrt fort: ‚Eine unabnehmbare Dauerlösung hat etwas erschreckend erotisches, fast wie eine Versuchung an die ich mich noch nicht so richtig herantraue. Deshalb hat mir diese Zahnspangenaktion von dir so perfekt gefallen, das ich sie nicht wieder loswerden möchte.’ Sie strich mit der Zunge langsam über die Brackets an der oberen und unteren Zahnreihe. ‚Die ist übrigens noch wesentlich ausbaubar, hat mir Stefan verraten.’ warf ich dazwischen. ‚Wirklich?’ wollte sie begeistert wissen ‚wie denn?’ ‚Oh, er hat mir mal ein paar Sonderanfertigungen gezeigt. Ziemlich wildes Zeug wenn du mich fragst. Aber er steht wirklich darauf, deswegen hat er den Beruf ja auch ergriffen. Ähnlich wie ich und die meisten aus dem Bereich. Für einen Kunden baute er eine Spange für die Ehefrau auf ihren eignen Wunsch mit der man den Kiefer in jeder beliebigen Position verriegeln konnte, auch noch abschließbar. Die musste dann mitunter den ganzen Tag mit offenem oder geschlossenem Mund herumlaufen je nach Wunsch.’ Erzählte ich beiläufig, da Orthodontics nicht meine Favorites waren. ‚Klingt ja vielversprechend’ meinte sie ‚Ich glaube da werden wir auch noch einen Besuch machen’ versprach sie. ‚Mal schau’n was er mit deiner Bekannten gemacht hat, vielleicht ist sie ja auch schon so verdrahtet wie du. Er wollte sie glaube ich gestern Abend noch abschleppen sagte er mir am Handy.’ erzählte ich nebenbei. Sie schreckte kurz zusammen. ‚Oh man, sie habe ich ja total vergessen’ stellte sie fest. ‚Andererseits hätte sich jemand gemeldet wenn was nicht stimmen würde’ versuchte ich sie zu beruhigen. ‚Wenn er sie mitgenommen hat wird er ein paar interessante Entdeckungen machen’ grinste sie geradeaus an die Windschutzscheibe. ‚Die hat nämlich eine sehr spezielle Neigung, als Mitbesitzerin eines Piercing und Tattoo Studios’ schloss sie halb lachend. ‚Na da ist die doch für festsitzende Metallsachen prädesti


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